Der Kampf ist vorbei, und widerstrebend fließen die Formen an den ihnen zugedachten Platz zurück. Wie sich der Sturm aufbaute, so verebbt er, langsam; an dünnen Fäden, die man kaum sieht, zieht sich die Realität dahin zurück, wo sie einst begann. Wo es begann. Silbern glitzern die Fäden, für uns nun sichtbar, die Erschöpften. Verteilt und zerteilt liegen wir auf dem matschigen Feld, dass nicht rot ist, weil die Erde zu gierig unser Blut trank, und daran erkrankte. Schwarz und verbrannt sieht sie aus, obwohl sie es nicht ist.

Der Wind geht über uns hinweg, ein schlanker Jüngling, wehende Haare, und zupft an den straff gespannten Fäden, die an der Wirklichkeit zerren, dass eine wunderliche Musik ertönt. Man wünscht sich seine Berührung, nur sein Fuß vielleicht, wenn er auf uns tritt, das reicht doch schon, doch wir liegen zu weit unter ihm. Er gleitet über uns hinweg, ohne uns mitzunehmen. Aber er lässt uns etwas da. Ihm fallen weiße Sterne aus den Haaren, sacht fallen sie auf uns heraub, zu leicht, um sie zu spüren, aber sie decken uns zu. Die Geschichte legt ihre Seiten über uns, die wir zu erschöpft sind, uns zu wehren. Wie ein Bettlaken färbt der Wind die schwarze Erde weiß. Die Berge aus Fleisch, die Arme und Beine, die wie verbrannte Bäume aus dem Schlamm ragen, alles verdeckt er und lindert den allgemeinen Schmerz. Vorwurf.

Crow

Ich stehe auf und sehe mich noch immer liegen. Schnell weg, bevor ich ihm glaube, dass wir nicht stattgefunden haben. Aber ich bin fest. Meine Überzeugung ist eine Krähe, die hungrig Kreise über dem zerwühlten Schlachtfeld zieht und sich schließlich auf den knorrigen Ast setzt, der dem blinden Mann am Rand der Arena als Stütze dient. In bunte Federn gekleidet wander er von Schlacht zu Schlacht, vor ihm entstehen die Wege, die nach ihm von unserer heißen Wut verschlungen werden. Ich begleite ihn ein Stück, wohlwissend um die roten Schatten, die um uns tanzen, und die uns zur Mitte von etwas machen, dass zu groß für meinen Krähenverstand ist. Als Samenkorn zurückgelassen, kann ich nur hoffen, dass die bedrohlichen Wände diesmal nach hinten wegklappen, und die Trugschlüsse frei lassen, von denen wir bisher nie loskamen.

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