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	<title>Haselmausunfoog</title>
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	<description>Literaturblog. Oder Straßenkarte durch die Vergangenheit von K.P.Rinz</description>
	<lastBuildDate>Thu, 17 Jun 2010 03:38:15 +0000</lastBuildDate>
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		<title>In der Burg</title>
		<description><![CDATA[Der Pilz schimmert wie Gold. Ein leichter Nebel umgibt ihn, ebenfalls golden schimmernd, ehe die Dunkelheit wie eine Wand auf dem felsigen und zerfurchten Boden aufsitzt. Dunkel fließt das Wasser durch die Krater, langsam und leise wispernd. Der Pilz pulsiert ganz leicht, emitiert sein Leben in die Dunkelheit. Er kämpft, nicht absichtlich, gegen die Wände [...]]]></description>
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		<title>Verspielt</title>
		<description><![CDATA[Ich habe einen Ort gefunden, den ich nie betreten wollte. Von klein an hört man von ihm, tief im Wald versteckt, ein dunkel schimmerndes Leben, das seine dünnen schleimigen Fäden aus dem verfilzten Pelz ausstreckt wie tastende Fühler, so dünn, dass es keiner bemerkt, bis sie einem die Augen verkleben, in den Körper dringen, Nase, [...]]]></description>
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		<title>Das unnütze Opfer</title>
		<description><![CDATA[Schon eine Weile frage ich mich: was passiert, wenn der ganze Schnee schmilzt?
Ich habe das zarte Leben an der Hand. Vorsichtig führe ich es den Berg hinab. Es ist so unselbstständig geworden, ich habe Angst, es könnte sich den Hals brechen. Ist es zu alt? Ein bläulich schimernder Ball, ganz leise. Es sieht so lebendig [...]]]></description>
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		<title>Befriedet</title>
		<description><![CDATA[Es ist eine kleine Gewissheit. Sie setzt sich von oben auf mich, und es fühlt sich so an, als wäre es auf die Nase. Sie kam herabgeschwebt, schon oft, und verfehlte mich wohl. Vielleicht bewege ich mich zu schnell für sie. Aber jetzt, und wenn es auch nur für den Moment ist, da hat sie [...]]]></description>
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		<title>Kurze Berührung</title>
		<description><![CDATA[Und heute stehe ich noch einmal am Rand des Tals. Selbst weiß geworden, wieder. Die losen Haaren wehen im Wind wie Spinnenweben und kleben an meinem trockenen Mund, der rissig weiß in mein Gesicht gegraben ist, wo ich sonst lächle. Heute nicht. Heute öffne ich meinen Mantel, meinen Bauch, reiße ihn weit auf und lasse [...]]]></description>
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		<title>Ausgetrieben?</title>
		<description><![CDATA[Hinter mir liegt ein Wolf. Vielleicht tot. Und vielmehr trage ich ihn auf meinen beiden Armen. Das Fell ist stumpf und hängt traurig vom Wolf herunter, so wie seine Tatzen und seine rosa Zunge, von der kein Speichel mehr läuft. Ich sehe aus, als würde ich trauern. Aber. Da bin ich mir selbst nicht sicher.
Um [...]]]></description>
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		<title>Getrieben</title>
		<description><![CDATA[Ich hetze durch die Nacht, die düster um mich vor sich hinstöhnt, sich wälzt und ab und zu den Mond sehen lässt. Schon erschöpft hängt mir eine große Zunge zum Mund heraus und der Speichel läuft daran herab, wird durch mein Rennen in die Nacht geschleudert, die ihn stöhnend aufnimmt. Um mich rennt es ebenfalls, [...]]]></description>
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		<title>Die Erinnerung</title>
		<description><![CDATA[Es ist der Gesang einer Mutter, aus dem die dunklen Bäume emporwachsen und mich umspannen, als wäre ich der Himmel. Die Melodie flüchtet sich in den sehnsuchstvollen Schatten, aus denen neugierige Augen glitzern. Sie sind wohl nicht bösartig, denn nichts springt mich an. Nichts, außer ein kalter Schleier, der sich dumpf um meine Füße wickelt. [...]]]></description>
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		<title>Bewegt</title>
		<description><![CDATA[
Wenn man im Zug sitzt ist es nicht anders. Die Welt schüttelt uns gleichmäßig, schüttelt uns nicht durcheinander, das wäre ja aufregend. Sie schüttelt uns in Trance, schläfrig streichen die Stunden vorbei, nicht an mir, sondern an allem. Sie tragen buntes mit sich, zu schnell um es zu erfassen, und zu langsam, um keine Sehnsucht [...]]]></description>
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		<title>Der große Abschied</title>
		<description><![CDATA[Wenn das Leben einfach passiert, man dahinter steht und zusieht wie es davonläuft. Abläuft. Und die welt biegt sich wie eine hole Plastikhaube um meinen Kopf, ohne ihn zu berühren. Darauf flimmern die Wohlwollenden, die sich freuen. Und zwischen ihnen träumt man, versucht, zurückzufliegen und in den Momenten zu fischen. Und kurz spürt man sie [...]]]></description>
		<link>http://diehaselmaus.verzapft.unfoog.de/?p=232</link>
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